ÖSTERREICH. Ex-KGB-Agent erhielt 2018 Aufenthaltsgenehmigung in Österreich

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ÖSTERREICH. Ex-KGB-Agent erhielt 2018 Aufenthaltsgenehmigung in Österreich

Obwohl er aus Großbritannien ausgewiesen und aus Litauen verbannt wurde - Name taucht in Verbindung mit ominösen Mordfällen auf

Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntagsausgabe berichtet, hat ein ehemaliger sowjetischer KGB-Agent im Jahr 2018 eine österreichische Aufenthaltsgenehmigung erhalten, obwohl er in Großbritannien des Landes verwiesen, 2013 aus Litauen verbannt wurde und seitdem in keinem europäischen Land mehr Aufnahme gefunden hat.

In Spionagekreisen ist Juri S. eine wichtige Figur. Sein Name taucht seit den 1980er Jahren in ominösen Mordfällen auf. Bewiesen ist freilich nur: Juri S. ist ein ehemaliger KGB-Spion. Österreich liegt ein Foto seines KGB-Ausweises vor.

Und klar ist, dass er seit 2018 eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich hat. Seine Frau V. – einst russische Diplomatin in Wien – und er haben im Frühjahr 2018 die „Astreya Consulting GmbH“ in Wien registriert. Bereits 1989 wurde er vom britischen MI5 enttarnt und ausgewiesen. Er bleibt einflussreich in der alten Heimat Russland. Arbeitet 2004 an der Entstehung eines Propagandafilms des heutigen russischen Geheimdienstes FSB gegen Regimekritiker Beresowski mit, der später in London tot aufgefunden wird.

Der Ex-KGB-Spion taucht in Litauen ab. Dort wird er 2013 verbannt – wegen des Verdachts Agent zu sein. Jahrelang bemüht sich S. um eine Aufenthaltsgenehmigung in einem EU-Staat – besonders interessiert sei er an Österreich und Deutschland gewesen, berichten litauische Medien damals.
Juri S. behauptet plötzlich, dass er Aufdecker im Fall gegen Rakhat Alijew sei, dem einstigen kasachischen Botschafter in Wien, der 2015 erhängt in seiner Gefängniszelle in Wien gefunden wurde. 2018 durfte Juri S. ohne öffentliche Aufmerksamkeit nach Österreich. Außenministerin war damals Karin Kneissl, die wie die FPÖ beste Kontakte nach Moskau hatte. Innenminister zu dieser Zeit war Herbert Kickl, der stets für restriktivere Aufenthaltsgenemigungen eintrat.

Aber vielleicht ist es auch purer Zufall oder Unwissenheit, dass Juri S. nach Österreich durfte. Nachdem ihn kein anderes EU-Land wollte.

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